1 Zuletzt bearbeitet von Jan (2020-03-30 13:54:26)

Thema: Spedra Avanafil

Spedra (Avanafil) ist ein recht neues Potenzmittel

Der Mann gilt allgemein als das starke Geschlecht. Da ist keine Platz für sexuelle Funktionsstörungen wie etwa die Erektile Dysfunktion. Und doch sind weitaus mehr Männer davon betroffen als man denken mag. Da dieses Beschwerdebild aber häufig mit Angst und Schamgefühl verbunden ist, dürfte die Dunkelziffer noch weitaus höher liegen. Traut sich der Betroffene dann aber doch zum Arzt, wird dieser in vielen Fällen ein Medikament verschreiben, um die Erektionsstörung zu bekämpfen.

Vor mehr als 15 Jahren kam Viagra auf den Markt und veränderte den Umgang mit dieser Krankheit. Im Laufe der Jahre drängten auch andere Präparate auf den Markt. Ein relativ neues Medikament, welches im Grunde genau so wirkt wie seine Branchenkollegen, heißt Spedra (Avanafil).

Was ist Spedra (Avanafil) und wie wirkt es?

Spedra ist ein Potenzmittel, welches von der Berlin-Chemie AG vertrieben wird. In den USA trägt es den Namen Stendra. Der Wirkstoff in Spedra heißt Avanafil und zählt der Gruppe der so genannten PDE-5-Hemmer. Durch die Einnahme findet ein biochemischer Vorgang statt, der eine Erektion wieder ermöglichen soll. Das Medikament blockiert ein Enzym, welches für den Abbau einer Erektion zuständig ist. Dadurch entspannt sich die glattmuskuläre Struktur des Penisschwellkörpers und es fließt mehr Blut Richtung Glied. Dadurch wird die Erektionsfähigkeit verbessert, ein normales Sexualleben ist so wieder möglich. Spedra gibt es in Tablettenform in den Dosierungen von 50mg, 100mg und 200mg. Es sollte etwa eine halbe Stunden vor der sexuellen Aktivität eingenommen werden. Spedra soll sich durch einen schnellen Wirkungseintritt auszeichnen. So kann der Wirkstoff Avanafil bereits nach 15 Minuten zur Verfügung stehen. Wie auch bei anderen Medikamenten dieser Art, muss eine sexuelle Stimulation stattfinden. Ansonsten zeigt Spedra keinerlei Wirkung.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

PDE-5-Hemmer sind natürlich nicht frei von unerwünschten Nebenwirkungen oder Kontraindikationen. So können bei der Einnahme von Spedra zum Beispiel Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, eine verstopfte Nase oder ein Erröten der Haut auftreten. Nicht eingenommen werden darf Spedra bei der gleichzeitigen Gabe von Nitraten, wie sie etwa zur Behandlung einer Angina Pectoris verabreicht werden. Akute Koronarerkrankungen sprechen ebenfalls gegen eine Verwendung. Hat es in der Vergangenheit bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall gegeben, ist äußerste Vorsicht geboten. Liegen Leber- oder Nierenschäden vor, sollte man von einer Behandlung mit Spedra ebenfalls Abstand nehmen. Der behandelnde und verschreibende Arzt sollte hierüber auf jeden Fall informiert werden. Gegebenenfalls wird er auf eine anderes Mittel zurückgreifen oder die Dosierung ändern.

Fazit

Spedra ist ein auf dem Markt relativ neues Medikament zur Behandlung von Erektionsstörungen, bedient sich aber dank des PDE-5-Hemmers Avanafil eines bereits bekannten Wirkmechanismus. Vor der Einnahme ist definitiv ein Arzt zu konsultieren. Nicht nur wegen der Nebenwirkungen, die beim Gebrauch von Potenzmitteln auftreten können, sondern auch um Grund- oder Begleiterkrankungen, die mit der Erektionsstörung einher gehen, zu erkennen und mit zu therapieren. Von einer Selbstmedikation ist abzuraten.

Share